Eine gute Flasche Gin würde ich als kleinste gute Bar der Welt bezeichnen. Schon mit ein paar weiteren gebräuchlichen und gut erhältlichen Dingen kann man eine Menge wohlschmeckender Drinks zaubern: Mit etwas Lime Juice wird ein Gimlet draus, mit ein paar Tropfen Martini ein Martini Dry, mit etwas Zitrone, Zuckersirup und Mineralwasser ein Gin Fizz oder Tom Collins.

Marken:

  • Tanqueray: Sehr guter Gin und universell einsetzbar, meine momentane Gin-Standard-Marke.
  • Bombay Sapphire: Auch sehr gut und universell einsetzbar, wenn man die ursprüngliche 47%ige Version bekommt! Leider hat man bei Bombay vor einiger Zeit den Alkoholgehalt von 47% auf 40% reduziert – das Ergebnis ist sehr zweifelhaft. Gins mit “geringem” Alkoholgehalt neigen leider dazu, im Geschmack sehr unrund zu werden, und der Bombay macht da keine Ausnahme. Die alte Version ist aber nach wie vor noch im Duty-Free-Shop oder bei Versendern erhältlich – wenn man eine bekommen kann, unbedingt zugreifen!
  • Gordon’s: Ist der weltweit meistverkauft Gin, nur 37,5% Alkoholgehalt, mit ausgeprägtem Wacholder-Geschmack – der Allerweltsgin. Ich persönlich mag ihn nicht so sehr, aber in einigen Rezepten wird er verlangt. Auf Flughäfen gibt es übrigens manchmal eine 47%ige Version, die man mal testen sollte.
  • Tanqueray No Ten, Beefeater Crown Jewel: Zwei Premium-Gins, die für alles außer Martini Dry zu schade währen. Der Beefeater Crown Jewel wird gerne als der “weltweit beste Gin” bezeichnet.
  • Plymouth Gin: Im Gegensatz zu den sonstigen “Dry Gin”-Sorten ist Plymouth Gin leicht gesüßt. Erhältlich in verschiedenen Stärken von 41,2% (“Victorian Strength”), 47,3% (“Export Strength”) und 57% (“Navy Strength”). Plymouth Gin ist unverzichtbar für Pink Gin, und speziell der 47er macht sehr guten Gimlet und einen interessanten Martini Dry und Gin Tonic.
  • Hendrick’s: Exzellenter, moderner Gin, mit Gurken- und Rosenaroma, in der hübschen Apothekerflasche.

Gut (aber noch nicht von mir probiert) sind auch Beafeater oder Finsbury Platinum. Billig-Gins sollte man aber unbedingt meiden, diese sind meist schlichtweg ungenießbar.